Grüne Energie

“Grüne Energie” ist die direkte Übersetzung des Englischen “green energy”, womit erneuerbare Energiequellen gemeint sind. Der Terminus “erneuerbar” kann dabei durchaus missverstanden werden, schließlich werden diese Energiequellen durch niemanden erneuert, sondern stehen quasi einfach in unbegrenztem Umfang zur Verfügung. Gemeint sind damit Verfahren der Stromgewinnung durch beispielsweise Wind, Wasser oder die Sonne.

Vor- und Nachteile grüner Energie

Die Nutzung solcher Verfahren für die Stromgewinnung hat Vor- und Nachteile. Grüne Energie hängt von Umweltfaktoren ab, deswegen schwankt die Menge, in der sie gewonnen werden kann. Wenn die Sonne nicht scheint oder kein Lüftchen weht, kann keine Sonnen- oder Windenergie erzeugt werden. Damit sind erneuerbare Energien unzuverlässiger als konventionelle Verfahren.

Die Vorteile liegen vor allem im schonenderen Umgang mit der Umwelt. Während fossile Brennstoffe verbrannt werden und dieser Vorgang massive Umweltverschmutzungen verursacht, entfallen diese bei der Verwendung erneuerbarer Energien. Ein einmal aufgestelltes Windrad erzeugt so gut wie keine Emissionen oder Müll. Solarkollektoren fangen die Strahlen der Sonne auf und stoßen ebenfalls keine Abfallprodukte aus.

Mit der Zeit gehen – grün werden

Der Anteil der grünen Energie an der Stromproduktion in Deutschland hat sich in den letzten dreißig Jahren knapp verzehnfacht. Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst dafür, ihren Strombedarf nicht mehr mit solchem Strom zu decken, der in großen Kohlekraftwerken gewonnen wird. Fast alle Stromanbieter bieten mittlerweile grüne Stromtarife an, die vorwiegend auf erneuerbare Energien setzen. Immer mehr Verbraucher möchten mit der Wahl dieser Tarife einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Ein Grund dafür ist auch der Klimawandel. Auch wenn er von einigen Stellen geleugnet wird, steht wissenschaftlich doch fest, dass sich das Klima auf der Erde ändert und die Gesamttemperatur gefährlich steigt, weil die Menschheit zu viel CO² produziert. In internationalen Abkommen wird versucht, einvernehmliche Regelungen darüber zu finden, wie alle Länder ihren CO²-Ausstoß reduzieren können, um schlimmere Folgen der Erderwärmung zu vermeiden. Die Abkehr von der Energiegewinnung durch Kohleverbrennung ist dabei ein Aspekt, der viel diskutiert wird.

Wind oder Sonne: Zwei Beispiele für grüne Energie

Bevor es zu spät ist

Das Umsteigen auf grüne Energie ist nicht kompliziert und es fühlt sich ziemlich gut an. Eine größere Nachfrage nach solchem Strom fördert auch die weitere Forschung an entsprechenden Technologien, sodass diese auf absehbare Zeit mehr ausgereift und preiswerter sein werden. Erneuerbare Energie zu nutzen bedeutet auch, Verantwortung für unseren Planeten zu übernehmen. Den Klimawandel zu bremsen und künftigen Generationen eine bewohnbare Erde zu hinterlassen, wird nur durch eine nachhaltigere Nutzung ihrer energetischen Quellen möglich sein.